Mein persönlicher Weg

Welchen Sinn macht es in dieser Öffentlichkeit über sich zu schreiben? Warum tue ich es, wo mir Scham ein vertrautes Gefühl ist? Hier geht es mir doch nicht anders als den Menschen, die in meine Praxis kommen und sich mir anvertrauen. Von ihnen erwarte ich die Bereitschaft sich zu zeigen und sich anzuvertrauen. Weniger als sie zu behandeln (als Objekt), möchte ich kundiger Begleiter sein, der ihnen hilft einen Ausgang zu finden aus einer Situation, die sie als Labyrinth erleben. Sie zu würdigen, wenn sie dabei wiederholt "Irrwege" gehen, um zu lernen ihren eigenen Weg zu erkennen, erscheint mir nur dann möglich, wenn sie mich als bedingungslos akzeptierenden Begleiter wahrnehmen.

Am 30. Juni 1953 wurde ich in Pfronten/Ried bei Füssen als drittes Kind meiner Eltern geboren. Eigentlich wollte meine Mutter kein drittes Kind mehr und ich nahm als ungewolltes und doch auch wieder verwöhntes Nesthäkchen eine eigenartige Position in der Familie ein. Zudem lebten wir durch eine Versetzung des Vaters in meinem zweiten Lebensjahr „vaterlos“ bei den Großeltern. Dann aber wurde Lindau meine Heimat und Lernen ein Feld, in dem ich Bestätigung fand. Studium war damals noch eher etwas Besonderes und ich der Erste in der Verwandtschaft, der dieses fremde Land betrat. Eigentlich sollte ich Finanzbeamter werden. Dann aber kam ich über das Lehramtstudium zur Grund- & Hauptschule zur Psychologie. Danke an meine Eltern die meine gesamte Ausbildung mit Vertrauen und Toleranz begleitet haben.

Mein Berufsweg führte mich zunächst an den Lehrstuhl für Organisationspsychologie der TU München, dann weiter in den Bereich der Pädagogischen Psychologie, speziell der Frühförderung, als freiberuflicher Mitarbeiter in der Organisationsberatung zu Seminaren im industriellen Bereich und als Berater für Erziehungsstellen in einer gestaltpädagogischen Institution zurück in die Pädagogische Psychologie. Dann kam 1999 der Übergang in die Klinische Psychologie und die Arbeit als niedergelassener Psychologischer Psychotherapeut.

Am 30. Juni 2021 habe ich meine Kassenzulassung zurückgegeben und arbeite nurmehr mit Privatpatienten und Selbstzahlern, und als von der PTK anerkannter Supervisor. Siebzehn Jahre nach meinem Diplom hatte sich der Berufswunsch eines "Psychologischen Psychotherapeuten" erfüllt und ich konnte ihn 22 Jahre in der Zulassung wahrnehmen und nun in zeitlicher Begrenzung im Ruhestand.

Vor allem aber möchte ich mich gegenwärtig auf die bildende Kunst einlassen und habe die Zuversicht, dies noch einige Jahre intensiv tun zu können.

Meine berufliche Ausbildung als tabellarischer Lebenslauf

Josef King
Diplom-Psychologe
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82418 Murnau
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