"Im Waschhaus"
„Im Waschhaus“ so nenne ich die Fotographie, die mir eine Freundin zuschickt und die mich sofort anspricht und gemalt werden will. Im Zentrum steht die Freundin und sie und das ganze mittelalterliche Gebäude spiegeln sich in dem zentral verlaufenden Wasser. Der Versuch diese Szene naturalistisch wiederzugeben, scheitert an meinen Fertigkeiten mit Aquarellfarben umzugehen. Vieles gelingt aber auch, so dass ich zufrieden bin und es wage ihr das Bild zu zeigen. Sie bemerkt es sofort. Naturgetreue Wiedergabe? Nein, sie steht in meinem Bild anders als in der Fotografie! Warum diese Änderung?
Es entsteht ein tiefes Gespräch über „Pose“ und „Haltung“. Nicht so sehr über sie. Mehr über meine Sicht von ihr, meine Sicht von der Welt. Auch ich spiegele mich in diesem Bild und bin zugleich in der Fotographie nicht zu sehen.
